Kirche & Schule - nicht nur Geschichte verbindet

Der rote Gigant auf dem Schuldach der DSL
Der rote Gigant auf dem Schuldach der DSL

 

 

Schon von jeher hat der Protestantismus großen Wert auf Bildung gelegt. Das hat kirchenhistorische Gründe, die neben Martin Luther vor allem auf Philipp Melanchthon zurückzuführen sind: er war der große „Lehrer“ der Reformation. Er brachte Luthers Gedanken und Visionen in eine systematische Form. Die Menschen sollten mehr und mehr verstehen können (und nicht nur vorgesagt bekommen), was es bedeutet, Christ zu sein.

 

Die Wertschätzung der Bildung in den Kirchen der Reformation hat dazu geführt, dass viele Schulen im Ausland Gründungen deutsch-sprachiger evangelischer Auslands-gemeinden sind - so wie es auch in Lissabon vor über 160 Jahren der Fall war.

 


Anton Hermann Röder
Anton Hermann Röder

 

Die Deutsche Schule Lissabon wurde 1848 von unserem Pfarrer Dr. Karl Friedrich Schütze gegründet. Damals ging es ihm darum, dem offensichtlichen Verschwinden der deutschen Sprache in Lissabon, was für das Gemeindeleben wenig zuträglich war, entgegenzutreten. Nach langwierigen Verhandlungen konnte mit Anton Hermann Röder (Borna / Sachsen) ein erster junger Lehrer für die anspruchsvolle Aufgabe gewonnen werden. Er begann den Unterricht der Schule mit gerade einmal 6 deutschen Schülern - zeitgleich war er Organist unserer Gemeinde.  

Heute ist die Schule eine moderne große deutsche Auslandsschule mit beinahe 1000 Schülern. In 2010 wurde sie nach eingehender Prüfung durch eine Kommission aus Deutschland mit dem Prädikat „Exzellente Deutsche Auslandsschule“ ausgezeichnet.


Die Krippe der DSL wird im Advent auf dem Schulhof aufgestellt. Am Heiligen Abend steht sie dann in unserer Kirche.
Die Krippe der DSL wird im Advent auf dem Schulhof aufgestellt. Am Heiligen Abend steht sie dann in unserer Kirche.

 

Schon lange ist sie keine evangelische Schule mehr. Geblieben ist aber eine nicht nur historisch bedingte freundschaftliche Verbindung.

 

Wie in vielen deutschen Auslandsschulen und Kirchengemeinden weltweit unterrichtet auch in Lissabon der Pfarrer das Fach Religion. Möglich wird für unsere Gemeinde so ein enger Kontakt zu den evangelischen Schülern, die oft zur selben Zeit auch Konfirmanden sind. Für diese Kinder ist die Verbindung Schule & Kirche eine segensreiche: sie bekommen über Jahre hinweg mit, dass gelehrte Religion und gelebter Glaube zusammengehen können.

 

In der Fachschaft Religion werden in ökumenischer Verbundenheit unter anderem auch Schulgottesdienste geplant und in der benachbarten Kirche Telheiras oder auch in der Aula gefeiert.

 

 

 


 

 

An dieser Stelle ein Dankeschön für die Offenheit und

Kooperationsbereitschaft der DSL.

 

www.dslissabon.com